WGH wertet Wohnstandort „Georgenstraße“ aufDie Wohnungsbaugenossenschaft Halberstadt investiert in neue Angebote in der AltstadtSeit mehr als einem Jahrzehnt leidet der Halberstädter Wohnungsmarkt an einem ungesunden Überangebot an Wohnungen. Abhilfe soll der so genannte „Stadtumbau“ schaffen, dessen Heilmittel Rückbau und Aufwertung sind. Einen Löwenanteil an diesem Stadtumbau hat die Wohnungsbaugenossenschaft Halberstadt geleistet, wie ihr Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Schönfeld sagt: „Wir haben 1161 Wohnungen vom Markt genommen, mehr als jeder andere Vermieter.“ Auch wenn der Rückbau von ganzen Häusern unvermeidlich war, wird durch die intelligente Veränderung von Wohnungszuschnitten auch weiterhin „zurückgebaut“. „Wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, bleiben zwar die Gebäudehüllen stehen, aber im Inneren wird alles auf den Kopf gestellt“, so der WGH-Chef. „Vorher sind es drei kleine, nach dem Umbau zwei größere Wohnungen.“ Auf diese Weise wird die Genossenschaft in diesem Jahr auch einem traditionellen Wohnstandort in der Altstadt neues Leben einhauchen. Zwei leer stehende Mehrfamilienhäuser in Typenbauweise in der Georgenstraße 4-11 sollen mit großem Aufwand runderneuert werden. „Wir haben vor, aus 80 Einheiten durch neue Zuschnitte 60 großzügige Wohnungen zu machen, die vor allem die Bedürfnisse der älteren Menschen erfüllen“, so Schönfeld. Mit großen Bädern und geräumigen Küchen und entsprechend viel Bewegungsfreiheit sollen die Wohnungen punkten. „Außerdem sind 6 Fahrstuhlanlagen, mit denen die insgesamt 60 Wohnungen künftig erreicht werden, vorgesehen.“ Dann soll auch die Umwelt von dem Umbau der Georgenstraße 4-11 profitieren. Durch intelligente Dämmung und hocheffiziente Heizungssysteme wird der Energiebedarf der Wohnungen sinken. Was sicher auch deren künftige Nutzer freut. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann ab 2013 das benachbarte Grundstück Georgenstraße 1-3 aufgewertet werden. Zunächst wird das Eckhaus Georgenstraße 1 noch in 2012 zurückgebaut, um das freiwerdende Grundstück dann in die Neubebauung des Nach- bargrundstückes "Am Kulk 7" einzubeziehen. Die Fachwerkruine "Am Kulk 7" hatte die Genossenschaft im vergangenen Jahr von der Stadt Halberstadt erworben um sie in Form einer modernen Wohnbebauung zu revitalisieren. Nach der Beseitigung von Teilen des ehemaligen Robotron-Geländes ("Lucanussiedlung" in 1996) und einer ehemaligen Kaufhalle (Wohnanlage "Am Paulsplan" in 2011) übernimmt die Genossenschaft zum wiederholten Mal freiwilllig städtische Aufgaben. |
| | Diese Seite Drucken | |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 01. Februar 2012 um 11:16 Uhr |