Im Nationalsozialismus

Die Machtergreifung der Nazis im Jahr 1933 markiert für die Wohnungsbaugenossenschaften in Halberstadt einen Wendepunkt. Sie werden "gleichgeschaltet" und damit auf die Ziele des nationalsozialistischen Staates verpflichtet.

Deutschland steuert auf den Weltkrieg zu und rüstet auf. Die Ausgaben für Panzer, Flugzeuge und Geschütze sind gigantisch, aber sie führen dazu, dass die Wirtschaftskrise überwunden wird.

Diese teuflische Konjunktur belebt auch den niederliegenden Wohnungsbau. Zwischen 1935 und 1938 errichtet die Heimstätten-Baugenossenschaft 23 neue Häuser.

Bemerkenswert ist die Gründung der Kleinsiedlungsgenossenschaft Halberstadt im Jahr 1935, aus der später die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Nord hervorgehen wird, die 1978 mit der AWG „Thomas Müntzer“ fusioniert und damit ebenfalls zu den "Ahnen-Genossenschaften" der heutigen WGH zählt.

Die Heimstätten-Baugenossenschaft leistet bei dieser Gründung großzügige Unterstützung. Zudem bestellt der Aufsichtsrat Wilhelm Trautewein zum Vorsitzenden des Vorstands.