Anpacken für sichere Fußwege bei Schnee und Eis

Winterdienst in der Hausgemeinschaft organisieren

Für sichere Fußwege unerlässlich: Winterdienst in den Wohnanlagen. Bild: Pejo-Fotolia

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz und Viele freuen sich auf die Rückkehr der Winterromantik nach Halberstadt. Fallen die Flocken, stehen ein Bummel über den verschneiten Weihnachtsmarkt oder die Skitour im nahen Harz wieder ganz oben auf dem Plan.
Doch bringt der Winter auch Gefahren. So können Fußwege leicht zu halsbrecherischen Eisbahnen werden, auf denen Unfälle vorprogrammiert sind. Um dem vorzubeugen, ist ein regelmäßiger Winterdienst unerlässlich.

Deshalb ist in den Dauernutzungsverträgen und der Hausordnung die Räum- und Streupflicht festgeschrieben. Damit sind die Nutzer in den Hausgemeinschaften für die Sicherheit auf dem Gehweg verantwortlich. Die Mühen sollten jedoch gerecht verteilt werden: Ungerecht ist zum Beispiel ein wöchentlicher Wechsel der Räumpflicht, da es nicht in jeder Woche schneit. Gerechter sind Schneekarten, die in kürzeren Abständen unter den Nutzern weitergereicht werden.

In diesem Zusammenhang haben Gerichte geurteilt, dass auch ältere oder kranke Menschen oder Personen, die sich im Urlaub oder auf Dienstreise befinden, nicht automatisch vom Winterdienst befreit sind. Sie müssen sich um eine Vertretung kümmern und können sich nicht einfach nur darauf verlassen, dass Nachbarn für sie Schnee fegen oder streuen.

Selbstverständlich sind die Bewohner nicht verpflichtet, rund um die Uhr zu räumen. Zwar muss das Schneeschippen bei Dauerschneefall im Laufe des Tages wiederholt werden. Doch in der Nacht besteht keine Streu- und Räumpflicht. Sagt der Wetterbericht jedoch Glatteis voraus, ist ein vorsorgliches Streuen bereits am Vorabend erforderlich.

Die Pflicht zum Winterdienst sollte  ernst genommen werden. Denn für Schäden, die entstehen, während man Räumpflicht hat, ist man zu Schadensersatz verpflichtet. Außerdem verhängt das Ordnungsamt gegenüber Säumigen Bußgelder.

Für Räumgeräte wie einen Schneeschieber sowie für das Streumaterial sorgt im Wohnungsbestand der WGH die Genossenschaft.